ROM - 18. Oktober 2015

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Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche wird ein Ehepaar, das Kinder hat und nicht den Märtyrertod starb, in Rom heiliggesprochen.
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Am dritten Sonntag der Bischofssynode - am 18. Oktober 2015 - wird mit Louis und Zélie Martin erstmals in der Geschichte der Kirche ein Ehepaar heiliggesprochen, das nicht aus Hass auf den Glauben getötet wurde.
Papst Franziskus leitet um 10.30 Uhr die Feier auf dem Petersplatz, zu der mehr als 50 000 Pilger erwartet werden. Sie soll das religiöse Hauptereignis bei der Synode sein, die am 25. Oktober zu Ende geht.
Eheleute wurden in den vergangenen 500 Jahren nur gemeinsam heiliggesprochen, weil sie als Märtyrer starben. Louis und Zélie Martin werden zur Ehre der Altäre erhoben, weil sie als Eheleute vorbildlich lebten und vor allem Gott in den Mittelpunkt ihres Ehe- und Familienlebens stellten. Die Liebe zu Gott stand noch vor ihrer Liebe zueinander und der Liebe zu ihren Kindern an erster Stelle.
Außerdem sind nachweislich Wunder an Kindern gewirkt worden, die, medizinisch gesehen, unheilbar krank waren, sich aber inzwischen bester Gesundheit erfreuen. So wurde bereits im Jahre 2008 das Wunder an dem kleinen Pietro aus Italien anerkannt, das zur Seligsprechung im Oktober desselben Jahres führte.
Aus dem spanischen Valencia ist die kleine Carmen, die dem Tod geweiht schien, für Mediziner unerklärlich, durch inständiges Beten zu den Eltern der heiligen Therese geheilt worden.
In der Basilika Santa Maria Maggiore sind während der Synode die Reliquien des Ehepaares Martin und ihrer Tochter, der heiligen Therese von Lisieux, ausgestellt.
Aus der Normandie selbst pilgern 350 Menschen nach Rom, darunter die beiden Bischöfe von Bayeux/Lisieux und Séez, der Innenminister und der Bürgermeister von Alencon.
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Monseigneur Boulanger, Bischof von Bayeux/Lisieux (links) und Bischof von Séez, Monseigneur Jacques Habert, auf dem Petersplatz in Rom
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Toller Blick auf den Petersplatz
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Mehrere zehntausend Gläubige nahmen an der Zeremonie teil.
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Es war eine beeindruckende Zeremonie mit einer Predigt, die zum Nachdenken und zur Eigenreflexion auffordert. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck über Vorbereitung und Durchführung dieser so wichtigen Eucharistiefeier.
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Bericht über die Heiligsprechung von Louis und Zélie Martin in Rom am 18.10.2015


Fast sieben Jahre nach der Seligsprechung der Eltern der heiligen Therese von Lisieux am 19. Oktober 2018 erfolgte nun am 18. Oktober 2015 in Rom die Heiligsprechung durch Papst Franziskus.

Aus diesem feierlichen Anlass fuhr eine Delegation des Theresienwerkes mit neun Teilnehmern nach Rom. Unsere Reise begann am frühen Morgen des 16. Oktober. Unser Weg führte uns von Augsburg über Bologna mit dem Zug nach Rom. Wer einmal die Reise über die Alpen mit dem Zug nach Rom gemacht hat, wird bestätigen, welche herrlichen Ausblicke diese Reise bietet. Unsere Freundin Therese berichtet darüber bekanntlich begeistert in ihrer Selbstbiographie.

Wir befanden uns also schon während der Zugreise auf den Spuren unserer Freundin, die diese Romreise im November 1887 mit einer Pilgergruppe unternahm, um vom Papst Leo XIII. die Erlaubnis zum Eintritt in den Karmel bereits mit 15 Jahren zu erbitten.

Am frühen Freitagabend kamen wir dann in Rom an. Unser Quartier lag an einer Seitenstraße der Via Aurelia oberhalb des Vatikans, etwa 800 Meter davon entfernt. Wir wohnten in einem schönen, neu renovierten und geschmackvoll eingerichteten Gästehaus von Ordensschwestern.

Am Samstagmorgen konnten wir dann in der wunderschönen, mit farbigen Mosaiken ausgeschmückten Kapelle des Hauses zusammen mit den Schwestern die heilige Messe feiern.
Nach dem Frühstück gingen wir dann zusammen zum Vatikan.
Vor dem Petersdom hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet.
Im Dom konnten wir insbesondere an den Gräbern von Papst Johannes Paul II. und von Papst Johannes XXIII. vorbeilaufen.
Anschließend fuhren wir mit dem Fahrstuhl nach oben zur Kuppel des Petersdomes, die über eine Zwischenstation und Treppen zu erreichen war.

Am Sonntag, 18. Oktober, machten wir uns bereits in der Frühe auf den Weg, um einen guten Platz auf dem Petersplatz zu bekommen.
Unser Motto lautete: „Passt scho’“, so dass wir tatsächlich gute Sitzplätze im vorderen Teil des Petersplatzes bekamen. Direkt vor uns saß eine Gruppe junger Priesteranwärter der Legionäre Christi.
Die heilige Messe zur Heiligsprechung begann mit dem Rosenkranz.
Neben Louis und Zélie Martin wurden noch eine Ordensschwester, Maria de Immaculata, und ein Priester, Vincenzo Grossi, heiliggesprochen.
Nach der Messe fuhr der Papst mit dem Papamobil durch die Menge. Wir konnten ihn etwa fünf Meter entfernt gut sehen. Er wirkte durch sein lachendes Gesicht sehr glücklich und gesund.
Nach diesem großartigen Ereignis konnten wir uns in einer Seitenstraße in der Nähe des Petersdoms alle zusammen in einem guten italienischen Restaurant stärken.
Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Touristenbus durch Rom.
Die schönste Stadt der Welt zog an uns vorüber, und sicher dachte so mancher von uns wiederzukommen, um die schönen Kirchen und insgesamt die Stadt ausführlicher kennenzulernen.
Am Abend wollten wir eigentlich noch in einem Restaurant diesen wunderschönen Tag ausklingen lassen.
Da setzte plötzlich ein heftiger Platzregen ein.
Wir waren also gezwungen, in unserem Quartier zu bleiben.
Aber dies gab uns Gelegenheit, fröhlich zusammen Lieder zu singen.
Möglicherweise hatten für diesen schönen Abschiedsabend unsere neuen Heiligen Louis und Zélie Martin gesorgt.

Am Montag ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder mit dem Zug nach Augsburg.

Insgesamt hat sich unser Motto „Passt scho’“ bestätigt.


Thomas Mende
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Abfahrt in Augsburg über den winterlichen Brenner
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Ankunft in Rom bei Sonnenschein
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Richtung Innsbruck!
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Einchecken im Hotel
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Die Gruppe zu Fuß unterwegs
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Erste Besichtigung in der Stadt
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Die Kuppel des Petersdoms ist sichtbar.
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Herrliches Wetter auf dem Petersplatz
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Nicht mehr weit bis zum Petersdom
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Alle Vorbereitungen sind getroffen.
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Domplatz bei wolkenlosem Himmel
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Neugierige inspizieren den Domplatz.
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Das Bild der bald heiligen Eltern an der Fassade des Doms
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Der Platz füllt sich immer mehr.
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Letzte Vorbereitungen sind im Gange.
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Viele Pilger treffen sich hier.
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Der heilige Petrus wacht über alles.
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Der Petersplatz in der Vorbereitung
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In den Auslagen der Geschäfte: Literatur über die Eltern der heiligen Therese
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Literatur über die Familie Martin
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Literatur über die Familie Martin
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Wunderschöner Brunnen auf dem Petersplatz
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Die Kuppel des Petersdoms in der nachmittäglichen Sonne
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Auch die Apostel schauen zu.
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Die Kuppel des Petersdoms in der nachmittäglichen Sonne
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Viele Pilger positionieren sich.
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Die delegierte Gruppe des Theresienwerks mit Bayernflagge
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Gabriel stolz mit der Bayernflagge!
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Über 500 Pilger aus der Normandie sind zugegen.
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Gleich wird es los gehen.
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In Reih' und Glied sitzt die bayerische Delegation.
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Die päpstliche Garde hat alles im Blick.
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Der Platz füllt sich immer mehr.
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Die Eltern Martin mit der heiligen Therese
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Ohne päpstliche Garde geht nichts.
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Beeindruckend!
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Familie Länger verfolgt alles andächtig.
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Papst Franziskus spricht an diesem Sonntag die Eltern Martin heilig.
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Unzählige Bischöfe und Kardinäle nehmen an der heiligen Messe teil.
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Große Feier der Heiligsprechung der Eltern der heiligen Therese
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Die beiden geheilten Kinder tragen die Reliquien nach vorne.
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Die beiden geheilten Kinder tragen die Reliquien nach vorne.
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Papst Franziskus bei seiner Predigt
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Jubel unter den Anwesenden
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Feier der heiligen Eucharistie
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Etliche tausend Pilger waren anwesend.
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Man spürt den Ausdruck der Freude.
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Die Bayernflagge war nicht zu übersehen.
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Nach der Messfeier Fahrt mit dem Papamobil
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Ausklang dieses tollen Tages bei einem wohlverdienten Glas Wein. Schön, dass ihr dabei ward!
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Nach der Messfeier Fahrt mit dem Papamobil