Reliquienreise 2007

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Wer sich an der heiligen Therese orientiert, der wird Christus auch für sein Leben finden.
Über 600 Gläubige kamen zum Theresienschrein nach Kutzhof

Imposant und bewegend zugleich war schon am frühen Donnerstagmorgen die Ankunft der kostbaren Reliquie der heiligen Therese von Lisieux, als die 6 Männer aus der Pfarrgemeinde unter Glockengeläut den Schrein aus dem Auto in die Kutzhofer Pfarrkirche hineintrugen. Begleitet von den Ortsgeistlichen Dechant Klaus Leist, Ruhestandspfarrer Berthold Schäfer und Diakon Heidrich wurde die Heilige durch ein Rosenspalier der Kutzhofer Schulkinder und dem 3. Schuljahr aus Holz über einen roten Teppich in den Altarraum getragen.

Die Kinder stellten ihre roten Rosen in die Vasen neben der Reliquie, die gesegnet wurden. Dechant Leist begrüßte die heilige Therese in Kutzhof und freute sich sichtlich über ihren Gegenbesuch, denn seit 1977 wallfahren die Kutzhofer ohne Unterbrechung jedes Jahr mit 2 Bussen nach Lisieux und endlich besucht Therese selber die Gemeinde Kutzhof. Lebendig war der Wortgottesdienst mit den vielen Kindern und den schon zahlreichen Erwachsenen, die auch von auswärts kamen. In seiner Ansprache betonte Dechant Leist, wie wichtig Kinder heute in der Welt, in unserer Gesellschaft und in der Kirche sind und beschrieb den „Kleinen Weg“ der heiligen Therese, der auch für jedes Kind, jeden Jugendlichen und für die Erwachsenen zu gehen möglich ist. Therese beschreibt darin, dass die Menschen vor Gott nichts Großartiges vollbringen müssen, sondern das Kleine, das Einfache und das Unscheinbare im Alltag mit Liebe und Güte tun sollen.
Das sei es, was letztlich vor Gott zählt. Drei Wünsche gab Dechant Leist den Kindern und den Anwesenden mit auf den Weg:

ein offenes Ohr,
damit ihr das für euer Leben hört, was wirklich wichtig, was für euch lebenswichtig ist. Dazu gehört das Evangelium, das uns vom Leben und Wirken Jesu berichtet und durch das wir glücklich werden können, wenn wir es annehmen;

ein offenes Herz,
damit ihr immer versteht, dass wir Menschen nur in Frieden, in Ruhe und in Gerechtigkeit miteinander leben können, wenn wir gut zueinander sind. In der Ge- meinschaft der Kirche können wir das immer wieder von Neuem erfahren und es in diese Welt hinaustragen;

offene Hände,
damit ihr Rosen der Güte, der Liebe, der Hoffnung und des Glaubens empfangen könnt und vor allem solch offene Hände, dass ihr selbst Rosen verschenken könnt und so für andere Menschen zu einer kostbaren Rose werdet.

Sichtlich beeindruckt waren die Kinder, als sie ihre Bitt- und Dankgebete, die sie zuvor in der Schule im Religionsunterricht vorbereitet hatten, am Schrein niederlegten, um sie der heiligen Therese anzuvertrauen und schließlich mit ihren kleinen Händen den Schrein berühren durften. Denn hiervon, so Dechant Leist, gehe eine Kraft und Segen aus, die wir für unser Leben so notwendig brauchen. Die heilige Therese werde gewiss alles annehmen, was wir ihr anvertrauen.
Die nachmittägliche Vesper mit den Senioren aus Lummerschied, Kutzhof, Wahlschied und Holz sowie einer Pilgergruppe aus Rehlingen mit ihrem Pastor Matthias Junk hielt Pastor Schäfer. Während des anschließenden Seniorennachmittages im Gasthaus Zewe hielt Monsignore Anton Schmid, der Leiter des Theresienwerkes, ein Lichtbildervortrag über das Leben und die Botschaft Thereses.

60 Firmbewerber, die am 8. und 9. Mai in Kutzhof und Holz das Sakrament der Firmung empfangen, feierten mit Dechant Leist am Nachmittag einen Wortgottesdienst, in dem er ihnen das Leben der Heiligen nahe brachte. Sehr diszipliniert saßen die Jugendlichen vor dem Theresienschrein und brachten in einer Stilleübung ihre Gedanken und Gebete auf die Fürsprache der Heiligen vor Gott.

Eine Gruppe Fußwallfahrer mit 60 Personen kam am Spätnachmittag aus Heusweiler und Eiweiler zusammen mit ihrem Pastor Theo Welsch und Kaplan Alois Dreser und zog betend an den Theresienschrein.

Abschluss und Höhepunkt war die abendliche Eucharistiefeier in einer aus allen Nähten brechenden Kirche mit 20 Geistlichen aus der Umgebung, die Monsignore Schmid hielt. In seiner Predigt legte er ausführlich den geistlichen Weg der Heiligen dar und warb darum, dass die Menschen von heute auch durch Glauben und Vertrauen ihrem Leben einen tiefen Sinn geben können, weil Gott der Sinn unseres Lebens sei. Die heilige Therese musste das einüben, was ihr nicht immer leicht fiel und durch viele dunkle Lebenssituationen gehen. Der „Kleine Weg“, den die Heilige nicht nur selber mit ihrem Leben vorlebte, sondern auch lehrt, ist für alle Menschen in der heutigen modernen Zeit nachvollziehbar und ihre Lehre ist immer noch ungebrochen hochaktuell. Die Liebe sei die zentrale Botschaft Thereses, betonte der Prediger und machte es an zahlreichen Alltagsbeispielen aus ihrem Leben fest.

Weit über 600 Menschen kamen im Laufe dieses Tages nach Kutzhof, um den kostbaren Schrein der heiligen Therese zu berühren und ihre Bitten und ihre Fürsprache zu erflehen. Immer wieder öffneten sich die Kirchentüren, durch die Pilger kamen und in Stille in der Kirche weilten und ihre Anliegen und ihren Dank in das Pilgerbuch schrieben. Erst gegen 22 Uhr konnte die Kirche geschlossen werden, als die letzten Pilger diese verließen.

Am Freitagmorgen hieß es dann nach einer Laudes Abschied zu nehmen. Dechant Leist verabschiedete in bewegenden Worten die heilige Therese, die die Menschen, die gekommen waren, mit Christus in Begegnung gebracht hatte, und bat um Rosen für die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen, Familien und die alten und kranken Menschen in Kutzhof und Holz und sagte abschließend der Gemeinde: „Wer sich an Therese orientiert, der wird nicht nur Christus begegnen, sondern ihn auch für sein Leben finden.
Und wer Christus gefunden hat und aus seiner Botschaft lebt, der hat nicht nur Leben in Fülle, sondern dessen Leben wird gelingen und glücklich sein.“

Die gleichen sechs Männer trugen wiederum unter Glockengeläut die Reliquie an das Theresienauto und die Anwesenden konnten sich von ihr verabschieden. Über Wahlschied und Holz ging die Reise der heiligen Therese weiter ins Benediktinerpriorat nach Gräfinthal, wo im Freien in der alten Klosterruine ein Gottesdienst gefeiert wurde. Schon am Nachmittag war der Reliquienschrein dann im Karmelitinnenkloster in Hauenstein.

Sehr richtig hat ein Kutzhofer zum Ausdruck gebracht: „So etwas hat es in Kutzhof noch nicht gegeben!“


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Karmelitinnenkloster Auderath
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Karmelitinnenkloster Auderath
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Karmelitenkloster Springiersbach
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Karmelitenkloster Springiersbach
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Kutzhof, St. Jakobus
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Kutzhof, St. Jakobus
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Altshausen
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Zogenweiler-Horgenzell
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Zogenweiler-Horgenzell
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Zogenweiler-Horgenzell
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Augsburg, St. Franziskus
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München, Dom
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München, Dom
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München, Dom
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München, Dom
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München, Dom
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Karmelitinnenkloster St. Theresia, München
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Karmelitinnenkloster Welden
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Konnersreuth
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Karmelitenkloster Schwandorf
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Konnersreuth
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Karmelitinnenkloster Himmelspforten
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Zellingen
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Hannberg bei Weisendorf
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Hubert Zettler, Chauffeur der hl. Therese