Beten

Sowohl das alltägliche Gebet und die tägliche Feier der Eucharistie bestimmten das Familienleben von Louis und Zélie Martin.
Dieses Vertrauen im Gebet gaben sie an ihre Kinder weiter. Nicht ein einziger Schicksalsschlag hätte die Familie im Beten erschüttern können, im Gegenteil, je mehr sie erdulden musste, umso mehr klammerte sie sich ans Beten, ans Gespräch mit Gott.
So schrieb Zélie Martin in ihrer Korrespondenz oft vom Beten und der Wirkung des Gebetes.
Hier einige Beispiele:
  • Bete, und du wirst vom Strom (gemeint ist schlechter gesellschaftlicher Einfluss) nicht mitgerissen. (Brief an ihren Bruder Isidore am 1.1.1863)
  • Bete ein Ave-Maria zur Heiligen Jungfrau. Du wirst sehen, dass sie dich auf ganz besondere Weise beschützen wird. (Brief an ihren Bruder Isidore am 1.1.1863)
  • Léonie ist sehr lieb und ganz nett kräftig. Es ist eine Tatsache, dass sie nie mehr krank war, seit meine Schwester eine Novene zur seligen Marguerite-Marie gehalten hat, die im September heiliggesprochen wurde. (Brief an ihren Bruder am 27. Juni 1865)
  • Wenn du nächsten Freitag, am Fest der Unbefleckten Empfängnis, in Notre-Dame-des-Victoires eine Kerze anzünden könntest, wäre ich dir sehr dankbar. Ich halte eine Novene, damit meine kleinen Töchter, Léonie und Hélène, gesund werden. (Brief an ihren Bruder am 3.12.1865)
  • Heute habe ich den kleinen Joseph gesehen (gemeint ist bei der Amme); er war fast 14 Tage krank. Es geht ihm viel besser, aber er hat sehr abgenommen und ist daher nicht sehr robust. ( ) Ich möchte, Gott ließe ihn mir, und bete und flehe darum jeden Tag. (Brief an ihren Bruder am 14.2.1868)
  • Mein lieber kleiner Joseph ist heute Morgen um 7 Uhr gestorben. Ich war allein bei ihm. Er hat eine Nacht qualvoller Schmerzen durchgemacht, und ich betete weinend um seine Erlösung. (Brief an ihren Bruder am 24.8.1868)
  • Ich habe die Klarissen um Gebet für Vater gebeten. (Brief an ihren Bruder am 1.11.1868)