Wallfahrten

Eine Wallfahrt (wallen = in eine bestimmte Richtung ziehen, fahren, unterwegs sein) bezeichnet eine Reise zu einem bestimmten Ziel, zu einer Pilgerstätte.
Wallfahrten gab es schon bei den alten Griechen und Römern. Auch die Germanen unternahmen "Waldfahrten" zu heiligen Stätten. Schon im Alten Testament ist die Rede von Reisen, z.B. zum Berg Sinai.

Nicht nur im Judentum kannte man solche Reisen, auch in anderen Religionen begeben sich Menschen auf ein Ziel hin.

Seit dem frühen Mittelalter reisen Christen zu heiligen Stätten. Diese Wallfahrten dienten früher als Buß- oder Bittwerk. Es gab aber auch Dankeswallfahrten. Dabei war das Beherbergen von Pilgern ein Akt der Barmherzigkeit. Wallfahrtskirchen waren Ziele für Kranke, die Heilung suchten. Von besonderer Bedeutung christlicher Wallfahrtsorte sind Gräber von Heiligen.

Bis in unsere heutige Zeit finden Wallfahrten statt. Was Frankreich betrifft, so ist Lourdes mit 5 Millionen Pilgern jährlich der größte Wallfahrtsort, gefolgt von Lisieux.

Wallfahrten, selbst wenn man sie jahrelang an den selben Ort durchführt, sind immer anders. Man erlebt immer Neues. Was gleich bleibt, ist die Ruhe, die man dort finden kann, ein Gefühl des Aufgehobenseins, des Ankommens. In Lisieux fühlt man sich daheim. Das gemeinsame Beten mit Menschen gemeinsamen Interessens tut gut, macht Mut, gibt Zuversicht, auf dem richtigen Weg zu sein.

Man kann nur jedem empfehlen, auf Wallfahrt zu gehen, man bringt sich ein und bekommt ganz viel zurück. Nur Mut!