Reflexionen 3. Tag

Montag, 5. August 2013
Nach dem Frühstück machten wir uns um 8h00 auf den Weg nach Alencon, dem Geburtsort der Hl. Therese. Alencon liegt etwa 90 km südöstlich von Lisieux und ist die Hauptstadt und gleichzeitig auch die größte Stadt im Département Orne in der Region Basse-Normandie.
Hier wurde die Hl. Therese am 2. Januar 1873 als jüngstes Kind der Familie Martin geboren und in der Kathedrale von Alencon getauft.
Diese Taufkirche besuchten wir zunächst und beteten am Taufbecken der kleinen Therese. Danach besichtigten wir ihr Geburtshaus in der Rue Blaise, das heute zu einem Museum umfunktioniert worden ist. Original erhaltene Möbel, Kleider, Schmuckstücke, Utensilien, Spielsachen etc. verweisen auf das Leben der Familie Martin. Therese lebte hier bis zum Tode ihrer Mutter. Da war sie etwas über 4 Jahre alt.
An das Wohnhaus schließt sich eine Kapelle an, die eigens gebaut wurde, als Therese selig und heilig gesprochen wurde. In dieser Kapelle feierten wir Eucharistie.
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Basilika in Alencon
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Thereses Taufkleid
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Taufbecken von Therese in der Basilika von Alencon
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Kapelle neben dem Geburtshaus
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Eucharistiefeier in der Kapelle
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Eingang zur Kapelle
Ein leckeres Mittagessen erwartete uns im Restaurant "Le Hussard" in Alencon. Dort aßen wir so richtig nach französischer Art. Es stimmt schon, dass man hier isst wie Gott in Frankreich!
Um den Tag in Alencon würdevoll abzuschließen, besuchten wir die Karmelitinnen. In ihrer Karmelkapelle ließ eine Segensandacht uns wieder innerlich sammeln und zur Ruhe kommen. Herzerfrischend war danach das Gespräch mit den Schwestern, allerdings hinter doppeltem Gitter. Die Pilger durften Fragen stellen und ich durfte übersetzen. Neu für mich war die Tatsache, dass Karmelitinnen überhaupt mit Pilgern reden, das ist in Lisieux nicht so, und dass sie auch noch so lustig und humorvoll sind, hätte ich mir nicht träumen lassen. Ich hätte noch stundenlang mit ihnen plaudern können. Sie fragten mich, ob ich keine Haare zu verschenken hätte, sie brauchen immer welche, um die Figuren an der Krippe damit zu schmücken. Daheim habe ich noch meine alten Zöpfe, die ich ihnen versprach. Sie waren außer sich vor Freude. Meine Bedingung allerdings: keine Verwendung am Esel oder Schaf!!!