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Geburt Thereses

  • Autorenbild: P. Georg Gantioler FSO
    P. Georg Gantioler FSO
  • 1. Jan. 2023
  • 1 Min. Lesezeit

Brief von Zelié Martin an ihre Schwägerin am 3. Januar 1873 (CF 84)



Mein kleines Mädchen kam gestern, Donnerstag, um halb zwölf Uhr abends zur Welt. Es ist sehr kräftig und kerngesund. Man sagte mir, es wiege acht Pfund. Nehmen wir an, es sind nur sechs, dann ist das schon nicht schlecht. Es scheint sehr brav zu sein.


Ich bin sehr froh. Im ersten Augenblick war ich allerdings überrascht. Ich war ganz darauf eingestellt, einen Jungen zu bekommen. Das habe ich mir seit zwei Monaten eingebildet, weil ich spürte, dass dieses Kind viel kräftiger war als meine anderen. Schmerzen hatte ich nur eine knappe halbe Stunde lang; was ich vorher verspürte, war nicht der Rede wert. Mein Kind wird morgen, Samstag, getauft. Nur Ihr fehlt noch, um das Fest vollkommen zu machen. Marie wird Patin zusammen mit einem etwa gleichaltrigen Jungen als Paten.


Ich habe Deinen Brief erhalten und auch die Kiste mit den Neujahrsgeschenken. Ich weiß nicht, ob ich mit Euch schimpfen soll, ich habe große Lust dazu, und trotzdem möchte ich Euch auch danken. Aber das alles ist zu schön und zu teuer. Céline trug am Neujahrstag zum ersten Mal ihren hübschen Pelz und den Muff.


Euch allen wünsche ich ein glückliches Jahr. Vergiss nicht, Herr und Frau Fournet sowie Herr und Frau Maudelonde von mir zu grüßen.


Bis bald, dann schreibe ich einen längeren Brief, heute kann ich keinen langen schreiben.

Marie und Pauline sind seit Dienstagabend hier in Ferien. Ich behalte sie bis Montag oder Dienstag.

 
 
 

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